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5er: Halloween auf rheinisch oder wie aus Runkelrüben traditionelle Martinslaternen werden

von Ursula von Lüdinghausen, 17.11.2015, 13:35 Uhr

Die 6 Preisträger der diesjährigen Rübenfackel-Aktion - Foto/Abbildung: Matthias Baldauf

Gisela Dröge, Leiterin der Seniorenresidenz Curanum, prämierte kürzlich die fünf besten Rübenfackeln der Klassenstufe 5 der IGS Remagen. Sie zeichnete die Gewinner mit liebevoll ausgesuchten Preisen aus und belohnte die Arbeit aller Teilnehmer traditionsgemäß mit Süßigkeiten.

Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 wollten natürlich einen Preis gewinnen. Das war ihren Kunstwerken deutlich anzusehen, die sie mit viel Liebe zum Detail für die Ausstellung in der Seniorenresidenz hergestellt hatten.
Als Gewinner konnten ausgezeichnet werden:

Platz 1: Paul Pieper (5d) „Super Mario“
Platz 2: Sophie Sternard (5c) „Herbstmädchen“
Platz 3: Marvin Müller (5d) „DJ“
Platz 4: Rana Oksal (5a) „Clown“
Platz 5: Lars Klingelhöfer (5c) „Minion“ und Dennis Staron (5d) „Weltraumbewohner“

Fortsetzung:

Rübenfackeln basteln - Woher stammt denn diese Idee? Und wie geht das überhaupt? Seit dem frühen 19. Jahrhundert gibt es im Rheinland die Tradition der Martinsumzüge. Die Kinder stellten in der Vergangenheit dazu aus Runkelrüben oder Kürbissen Laternen her, die sie auf den Martinsumzügen begleiteten und Licht in die dunklen Novembernächte brachten.

Für uns Pädagogen heißt das in der Gegenwart zum einen, „Licht“ in den normalen Schulalltag zu bringen, die Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler zum „Leuchten“ zu bringen. Zum anderen möchten wir als Schulgemeinschaft den Bewohnern der Seniorenresidenz Curanum in Remagen eine Freude machen und so eine Brücke zwischen den Generationen schlagen.

Aus 100 Runkelrüben gemeinsam mit ihren Klassen ansehnliche Martinslaternen zu basteln, das galt es jetzt allerdings erst einmal für die Klassenlehrer und –lehrerinnen als Herausforderung zu meistern. Denn nicht alle sehen sich spontan als Künstler berufen. Dagmar Ackermann, Kunstlehrerin an der IGS, konnte sämtliche Bedenken innerhalb kürzester Zeit ausräumen. Sie hat dieses Projekt an unserer Schule ins Leben gerufen und im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben gefüllt.

Da wurden die Deckel abgeschlagen, die Rüben ausgehöhlt, Gesichter in die Außenhaut geritzt, Blumentöpfe als Ständer bemalt, die Phantasiegestalten dekoriert, es wurde geklebt, gemalt, dekoriert, geschnitzt, und vor allem, es wurde ganz viel gelacht. Hausmeister und die Patenschülerinnen und -schüler aus der Realschule plus haben unsere Fünftklässler mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern ebenfalls tatkräftig unterstützt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Vom Pinguin bis zum DJ, die Fantasie der Kinder kannte keine Grenzen. Michael Bruchmann übte zusätzlich mit den Schülerinnen und Schülern traditionelle Martinslieder ein und schaffte mit seinem Akkordeon einen musikalisch schwungvollen Rahmen für die Preisverleihung.

Die Freude war auch den Seniorinnen und Senioren, die sich unter die Menge der 100 Fünftklässler gewagt hatten, deutlich anzumerken. Leuchten in den Augen – bei Jung und Alt, solche Begegnungen bereichern und bringen Helligkeit in die dunkle Jahreszeit, im wahrsten Sinne des Wortes.

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