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Im Gespräch mit ... Ilka Meyer-Kossert

von Christine Blinn, 04.12.2025, 10:24 Uhr

Willkommen an Bord - Foto/Abbildung: viocat / pixelio.de
viocat / pixelio.de

Also, Frau Meyer-Kossert, was hat Sie eigentlich nach Remagen verschlagen? Kommen Sie hier aus der Region?
Ich wohne im schönen Kell, einem Stadtteil von Andernach und habe mir ganz gezielt die IGS Remagen als meine Wunschschule ausgewählt. Da ich vorher bereits an mehreren Gymnasien, einer Gemeinschaftsschule, Realschule Plus und einer FOS gearbeitet habe, konnte ich einen interessanten Erfahrungsschatz über die verschiedenen Schulformen sammeln. Aus all meinen Erfahrungen heraus ist die IGS meine persönliche Wunsch-Schulform geworden.

Und nun möchten Sie die Kinder an der IGS unterrichten. Was möchten Sie ihnen beibringen?
Ich unterrichte die Fächer Biologie und Französisch. Gleichzeitig sehe ich mich jedoch nicht nur einfach reines Fachwissen vermitteln. Mein Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Werte näher zu bringen, für sie selbst und für uns gemeinsam als Gesellschaft. Besonders im Fokus stehen dabei die Fähigkeiten, die sie in ihrer Zukunft brauchen werden. Ich bin ein großer Befürworter dieser sogenannten „21st century skills“ nach Andreas Schleicher und auch von Dr. Arndt Pechstein. Er ist Hirnforscher und Experte für Biomimicry (von der Natur lernen, mit der Natur gestalten) sowie agile Methoden. Den traditionellen Unterricht zu öffnen und dabei versuchen, die 4 K - kritisches Denken, Kollaboration, Kommunikation und Kreativität - einzubinden und anzustreben, das ist ein Teil meiner Vorstellung von gutem Unterricht. Fachwissen ist und bleibt wichtig, jedoch in Verbindung mit FutureSkills, damit die Schülerinnen und Schüler eben nicht nur reines Fachwissen, sondern Kompetenzen erlernen, die sie später in ihrem Leben brauchen werden.

Fortsetzung:

Haben Sie eigentlich selbst Kinder?
Ja, ich habe eine wunderbare Tochter, die aktuell 5 Jahre alt ist.

Gibt es ein besonders schönes Erlebnis aus Ihrer Zeit als Lehrerin, von dem Sie erzählen möchten?
An meiner vorherigen Schule habe ich u.a. den Schüleraustausch und das Konzept für unserer Sprachencurriculum aufgebaut – dadurch entstanden Momente, in denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine Sprache in 45 Minuten Unterricht anwendeten, sondern Menschen trafen, Freundschaften über Ländergrenzen hinaus entwickelten und so aus einer inneren Motivation heraus begannen zu lernen, verknüpft mit persönlicher Beteiligung und Emotion. Wenn man solche Momente schaffen, beobachten und mitbegleiten kann, macht das unglaublich Freude!

Haben Sie schon Ihren persönlichen Lieblingsort an unserer Schule entdeckt?
Ganz klar: die Bibliothek und der Schulgarten! Beides sind einfach unglaublich tolle Lernorte. Ich wünschte, wir hätten damals, als ich selbst noch Schülerin war, auch so wunderbare Orte in meiner Schule gehabt.

Jetzt haben wir ganz viel über Schule geredet - was machen Sie eigentlich, wenn Sie mal nicht Ihren Unterricht vorbereiten oder korrigieren?
Ich gehe leidenschaftlich gerne segeln und fahre Fahrrad. Frische Luft und Wasser – das ist eine gute Kombi für mich.

Was wünschen Sie abschließend den Schülerinnen und Schülern für ihre Zeit an der IGS Remagen und ihre Zukunft?
Ich wünsche euch Mut und Selbstvertrauen: Habt den Mut, eigene Wege zu gehen, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Habt Vertrauen in euch selbst, eure eigenen Stärken undFähigkeiten. Ich wünsche euch viele schöne Erinnerungen, besondere Momente und Erlebnisse, die euch prägen, sodass ihr rückblickend sagen könnt: „Ich bin hier gewachsen, ich habe gelernt – und ich hatte eine bereichernde Zeit gemeinsam mit allen anderen, die mich auf diesem Weg begleitet haben."