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Theater-AG: Premiere von Tintenherz erhielt andauernden Applaus

von Christine Blinn und Sandra Rosa, 15.04.2019, 08:52 Uhr

Theater-AG spielt Tintenherz - Foto/Abbildung: Sandra Rosa

Perfekt aufeinander abgestimmt waren die Einsätze der Schülerinnen und Schüler der Theater-AG, die ein dreiviertel Jahr auf diese Aufführung hingearbeitet haben. Ulrike Wolfram empfing die Zuschauer, indem sie von einer Geschichte erzählte und diese auf der Bühne zum Leben erweckt wurde. Mona, die mit ihrer Tochter ein unstetes Leben führt, plant nach dem Besuch eines seltsamen Unbekannten (Linus Vater), mal wieder einen Umzug. Nur hat sie diesmal nicht mit der Neugierde und Beharrlichkeit ihrer Tochter gerechnet, welche der Sache endlich einmal auf den Grund gehen will. Und so nimmt ein packendes Abenteuer seinen Lauf, bei dem eine universale Frage im Mittelpunkt steht: Kann man seine eigene Geschichte selbst in die Hand nehmen, oder ist man den Wirren des Schicksals ausgeliefert?

Fortsetzung:

Launisch, authentisch und auf den Punkt
Fiona Grumbt spielte den Teenager überzeugend störrisch und launisch, aber eben auch willensstark, während Darina Kassner die Not einer Mutter, welche nur das Wohl ihres Kindes im Sinne hat, auch in jungen Jahren sehr gut transportierte. Wer würde sich auch nicht eingeschüchtert fühlen, wenn Wesen aus einer fiktiven Welt unbeabsichtigt zum Leben erweckt uns nun heimsuchen würden? Bea Feischen als Capricorn wirkte unnahbar und gab sich den Anschein von Unbezwingbarkeit. Basta (Klara Nachtsheim) und Flachnase (Sydney Röhrig) als Helfershelfer brillierten und nahmen durch ihr Spiel die gesamte Bühne ein. Aber nicht nur diese beiden sorgten bei aller Spannung für Lacher. Besonders Monas schrullige Schwester Elinor (Diana Rozite) begeisterte mit trockenen Kommentaren zu einer zunächst aussichtslos wirkenden Gefahrensituation. Musikalisch begleitet durch Michael Bruchmann am Schlagzeug hielten die Zuschauer so nicht nur einmal den Atem an, als die Helden immer wieder Rückschlägen ausgesetzt waren. Erst durch einen Trick, bei dem auch der Schriftsteller Fenoglio (Helena Mecke), welcher die Fabelwesen einst kreiert hatte, mit von der Partie war, gelang es der Familie, nicht nur sich selbst, sondern auch die Welt, wie sie sie kannten, wieder ins rechte Lot zu bringen.

Premierenrose und weitere Aufführung
Erstmalig spielten die jungen Talente unter der Leitung von Markus Johann und bedankten sich für dessen Einsatz an Nachmittagen und Wochenenden, durch den sie alle gelernt hatten, noch „mehr aus ihren Körpern heraus“ zu kommen und die Seele einer Figur zu zeigen. Zu Recht war Johann stolz auf die Leistung der Schülerinnen und Schüler und überreichte ihnen ganz nach alter Tradition am Freitagabend die Premierenrose.

Großen Applaus gab es auch für die Technik- und Kulissenbau-AG, deren Einsatz solche Aufführungen erst möglich machen. Die Vorstellung am Freitag war jedoch nur der Auftakt. Bereits am folgenden Abend strömten erneut zahlreiche Besucher in das Foyer der Rheinhalle und ließen sich entführen in die zauberhafte Welt magischer Bücher.

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