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12er: Theater-Workshop in Koblenz

von Angelina Arneri (13.Sk), 21.07.2022, 10:14 Uhr

Auditorium Theater

Obdachlosigkeit. Was sind da die ersten aufkommenden Bilder und Assoziationen, wenn Du dieses Wort hörst? Ist es die ausweglose Verzweiflung, die Abschottung von der Gesellschaft oder das Gefühl, nirgends heimisch zu sein? Und welche Emotionen kommen bei Dir beim Konzept des American Dreams wiederum auf? Dieser beschreibt nach amerikanischen Vorbild die Vorstellung, dass jeder Mensch aus jeder Schicht – also auch Du – die Chance hat, all seine Träume zu verwirklichen und in der Gesellschaft aufzusteigen.

Genau vor diesen Fragen standen auch die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 im Juli bei einem Theaterworkshop in Koblenz. Dieser basierte auf dem amerikanischen Theaterstück Avenue Q, welches sich die Schüler zuvor angesehen haben. Ebenso waren die Lehrkräfte Jasmin Wilhelmi für den Deutsch Grundkurs sowie Philipp Meine für den Deutsch Leistungskurs dabei. Während der Deutsch GK zunächst am Workshop teilnahm, widmete sich der Deutsch LK dem theoretischen Teil. Dabei wurde sich mit der Frage der Wirkungsabsicht des Theaters auseinandergesetzt, indem drei verschiedene Dramentheorien miteinander in Vergleich gesetzt wurden. Trotz zahlreicher Unterschiede, was Theater nun bewirken soll, haben alle Dramentheorien eine Gemeinsamkeit: Theater soll die Denkweise des Menschen ändern und ihn somit zu einem besseren Menschen machen.

Diese Absicht verfolgt auch das Stück Avenue Q, welches das Zitat „Jeder ist ein bisschen rassistisch“ enthält. Damit wird insbesondere auf das alltägliche Problem von Rassismus hingewiesen. Der Workshop orientierte sich dabei hauptsächlich an diversen Emotionen, welche mit typischen Phänomenen in Amerika in Verbindung gebracht werden, etwa die Obdachlosigkeit oder der American Dream. Unsere Aufgabe bestand im Folgenden darin, diese verschiedenen Assoziationen und Emotionen praktisch mittels unserer Gestik spielerisch umzusetzen. Natürlich durfte nicht die Raumnutzung vergessen werden, sodass wir Schüler durch den Raum liefen, teils auch tanzten, während wir verschiedene Emotionen darstellten. Für uns alle war dieser Workshop eine interessante und neue Erfahrung, bei welcher wir alle aus unserer Comfortzone rauskommen konnten.