Meine Schule





Aktuelles

Fuchskinder besuchen unsere Schulbienen

von Miriam Mertes, 11.11.2019, 11:02 Uhr

Teilnehmer der Bienen-AG in der Lehrerrolle - Foto/Abbildung: Miriam Mertes

Zu Beginn des Schuljahres war der Anblick noch ein wenig ungewohnt, doch mittlerweile wissen Schüler und Lehrer der IGS Remagen, dass sich die Teilnehmer der Bienen-AG jeden Dienstag ihre weißen Schutzanzüge überstreifen, um bei den vier Bienenvölkern, die auf dem Gelände der IGS ein neues Zuhause gefunden haben, nach dem Rechten zu sehen. Nun luden die Fünft- und Sechstklässler neun Kinder der benachbarten Kindertagesstätte Goethe-Knirpse – die „Fuchs-Gruppe“ – auf eine kleine Erkundungstour zu den Schulbienen ein, um sie mit den nützlichen Insekten vertraut zu machen.

Im Rahmen eines selbst erstellten Stationenlernens wurden die „Füchse“ nicht nur über die Imkerarbeit aufgeklärt, sondern sie erfuhren auch Erstaunliches über die fliegenden Nutztiere. Ganz überrascht waren die Vier- und Fünfjährigen, als AG-Teilnehmer Jonas Meid (5a) ihnen verriet, dass die Honigbiene nicht zwei Augen hat, sondern fünf. Auch die Frage, wann die Biene überhaupt sticht, wurde beantwortet: „Bienen stechen nur zur Verteidigung – sie sind nicht aggressiv“, so AG-Mitglied Raphael Herbst (5b). Ein Höhepunkt des Rundgangs war sicherlich, als die Kindergartenkinder reihum den Schutzanzug anziehen durften und – mit Imkerbesen und Stockmeißel ausgestattet – für einen Moment wie waschechte Imker aussahen. Mit allen Sinnen erkundeten die jungen Besucher die Honigbiene an der letzten Station: Hier war das fleißige Tier durch eine Fühl-Box zu ertasten und sein leckeres Produkt bei der Verkostung von Honigbroten sogar zu erschmecken.

An zwei AG-Nachmittagen hatten die Teilnehmer der Bienen-AG unter der Anleitung von Biologielehrerin Michaela Lohmer und Hobby-Imkerin Isabell Wahler die Stationen entworfen. Sie hatten sich um die Plakate und ihre Vorträge gekümmert. Auch ein Laufzettel war entstanden, den die Kindergartenkinder stolz mit nach Hause trugen, denn für jede absolvierte Station gab es einen bunten Sticker.

Die strahlenden und zufriedenen Gesichter der AG-Teilnehmer am Ende der Doppelstunde verrieten, dass ihnen die Lehrerrolle sichtlich gefallen hatte. Schon jetzt freuen sie sich auf den nächsten Besuch der „Fuchskinder“, denn im Frühjahr gibt es allerhand Neues zu entdecken. Dann werden die Nachwuchsimker in die Honigsaison starten und zum ersten Mal Honig schleudern.

Im Gespräch mit … David Nothnagel

von Christine Blinn, 11.11.2019, 10:03 Uhr

David Nothnagel - Foto/Abbildung: David Nothnagel

Also, Herr Nothnagel. Kommen Sie denn ursprünglich hier aus der Gegend?
Gebürtig aus Thüringen, bin ich im Rheinland aufgewachsen. Nach einer kleinen Abwesenheit fürs Studium in Trier hat es mich nun wieder in die Heimat gezogen. Im vergangenen Jahr habe ich mein Referendariat am Gymnasium Schloss Hagerhof abgeschlossen, bin anschließend einige Monate mit dem Fahrrad durch Neuseeland und Vietnam geradelt und nun im schönen Remagen gelandet.

Und möchten hier nun die Kinder und Jugendlichen der IGS Remagen unterrichten. Was genau wollen Sie ihnen denn beibringen?
Ich unterrichte die beiden Fächer Mathematik und Gesellschaftslehre. Dabei ist es mir wichtig, den Kindern die leider doch noch verbreitete Angst vor der Mathematik zu nehmen, denn mit Motivation und Fleiß kommen Erfolg und Spaß. In der Gesellschaftslehre möchte ich die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit den wichtigen historischen, geographischen und sozialen Sachthemen dazu anregen, vernetzt zu denken und zu handeln.

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht gerade korrigieren oder Unterricht vorbereiten?
In meiner Freizeit wird man mich häufig auf dem Rennrad finden. Auch ansonsten bin ich gerne in der Natur unterwegs oder genieße auch mal ein paar ruhige Tage zuhause.

Sie waren ja auch mal selbst Schüler und erinnern sich bestimmt noch an Ihre eigenen Lehrer: Wenn die Kinder der IGS die Schule verlassen, was wäre da das Schönste, das sie in Erinnerung an die Zeit mit Ihnen sagen könnten?
Mich würde es freuen, wenn ich meinen Schülern viel beibringen konnte und ihnen das Gelernte sowie die auf dem Weg dahin überwundenen Schwierigkeiten im Leben nach der Schule von Nutzen sind.

9er Physik: Highlights der Physik in Bonn

von Dr. Sabine Siemoneit, Luca Wetzler (9a) und Vincent Wildemann (9a), 08.11.2019, 12:25 Uhr

Physik E-Kurs besucht Uni Bonn - Foto/Abbildung: Dr. Sabine Siemoneit

Für die Physik-E-Kurs-Schüler der Jahrgangsstufe 9 ging es kürzlich zum Physikalischen Institut der Universität Bonn. Nach einer freundlichen Begrüßung wurden zwei Forschungsteams gebildet, denn es gab zwei Forschungsaufträge zum Thema Umweltradioaktivität zu entdecken.

In einem Raum wurde eine Nebelkammer mithilfe von Trockeneis angefertigt. Damit konnten Spuren der radioaktiven Umweltstrahlung sichtbar gemacht werden. Für uns alle überraschend war, dass man sie mit bloßen Augen sehen konnte. In dem anderen Raum untersuchte man die radioaktive Strahlung im Alltag. Dort konnte man messen, wie sich die Intensität der Strahlung durch Abschirmung oder Erhöhung des Abstands zur Strahlenquelle ändert. Im Tee aus Tschernobyl konnten wir zum Beispiel radioaktive Strahlung nachweisen.

Es hat uns allen gefallen und als Resümee können wir festhalten: „Eine Exkursion an die Uni lohnt sich auf jeden Fall.“ Wir danken der Universität für den lehrreichen Vormittag.

Neues von der Ackerdemie: Süßes - nicht Saures!

von Michaela Lohmer, 08.11.2019, 08:27 Uhr

Himbeerhecke - Foto/Abbildung: Michaela Lohmer

Das Wahlpflichtfach Ökologie der Stufe 8 hat in der vergangenen Woche am Zaun des Gemüseackers eine Himbeerhecke gepflanzt. Ein großes Dankeschön an Frau Hadamitzky, die die kleinen Sträucher mit viel Mühe ausgegraben hatte. Jetzt heißt es Daumendrücken, damit alle Pflanzen angehen. Im nächsten Sommer hätten unsere Schulbienen dann viele leckere Blüten, um Nektar zu sammeln und wir hätten viele süße Naschfrüchte.
Das Wahlpflichtfach Ökologie der Stufe 7 hat erfolgreich den Acker abgeerntet. Wir bedanken uns für die zahlreichen helfenden Hände und die eifrigen Gemüsekäufer. Jetzt muss der Acker noch die wärmende Mulch-Winterschicht bekommen, dann können wir uns auf das nächste Jahr freuen.

WPF Natur und Wir: Ackersaison mit letzten Gemüseverkäufen beendet

von Christine Blinn, 06.11.2019, 10:10 Uhr

WPF-Kurs Natur und Wir - Foto/Abbildung: Bozena Betz

Oktober ist Erntedankmonat und auch die IGS Remagen schaut zurück auf eine erfolgreiche Ackersaison. Das Wahlpflichtfach Natur und Wir/Ökologie bewirtschaftete in diesem Jahr erneut in Kooperation mit der Gemüseackerdemie unseren Schulacker. Pflanzungen, Unkrautjäten und im heißen Sommer gut wässern - all die Arbeit zahlte sich in einer guten Ernte aus. Regelmäßig freute sich die gesamte Schulgemeinschaft über frisches Gemüse direkt vom Acker in den Pausenverkäufen. Ein breites Angebot - von Zucchini, Kräutern, Rote Bete über Pastinaken und Kürbisse bis hin zu Fenchel - inspirierte zu kreativer, frischer Küche. Und der Verkauf von frischem Gemüse ist nicht der einzige Gewinn des Ackers für die Schulgemeinschaft: Die Schülerinnen und Schüler erleben täglich auf ihrem Schulhof, wie Lebensmittel entstehen, wie die Pflanzen in der Natur und nicht nur im Supermarkt aussehen und wie viel Arbeit im Gemüseanbau steckt.

Rückblick auf eine erfolgreiche Ackersaison
Lehrerin Bozena Betz blickte auf ein ereignisreiches Ackerjahr zurück, als sie sich an das Umgraben bei Wind und Wetter im März sowie das Anlegen der 13 Beete und die erste Pflanzung erinnerte: „Die Kinder waren ganz schön überrascht, wie viel körperliche Arbeit nötig ist, um den Acker für die ersten Pflanzen wie Mangold und Frühlingszwiebeln vorzubereiten. Die Vorfreude wurde dadurch aber keineswegs getrübt. Alle waren Feuer und Flamme, wenn es hieß, dass es heute wieder auf den Acker geht.“

Der Winter kommt, der Acker bleibt
Mit den letzten Verkäufen der Kartoffelernte und einem großen Mulch-Wettbewerb, um die langfristige Bodenfruchtbarkeit sicherzustellen, ging nun die Ackersaison zu Ende. Aber das Erlernte bleibt: Ob Wissen über Pflanzen und Böden oder auch das Organisieren des Verkaufs und das Entdecken neuer Gemüsesorten wie Palmkohl - die praktische Arbeit auf dem Acker machte die Theorie stets mit allen Sinnen begreifbar. „Gemüse direkt vom Acker zu probieren, war immer ein besonderer Moment für die Schülerinnen und Schüler“, ergänzte Bozena Betz. Die Schulgemeinschaft freut sich schon auf das kommende Ackerjahr.

ältere Einträge